Ernährungsumstellung bei vegetarischer Ernährung

"Essen und Trinken sind die drei schönsten Dinge des Lebens."

Beitragvon zora am 14. Februar 2009 18:28

Ich habe eine Frage an alle Vegetarier und Veganer unter euch:

Als ihr euch für den vegetarischen/ veganen Weg entschieden habt, habt ihr dann auch eure sonstige Ernährung umgestellt?

Ich meine dies in dem Sinne, dass ihr mehr darauf achtet bestimmte Nährstoffe zu erhalten? Wenn ja, wie sieht das konkret aus?

Ich frage das vor dem Hintergrund, dass ich selten Fleisch esse und schon so meine Probleme mit z.B. mit dem Eisenwert habe, obwohl ich auf Vollkorn etc. achte.
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Beitragvon Existenz am 15. Februar 2009 01:57

Hab anfangs(vor 4 Jahren) Nahrungsergänzungsmittel als Pulver in Wasser aufgelöst getrunken, qualitativ eigentlich hochwertig aber wär mir viel zu teuer(http://6033552.pm-i.info/pagemain/?acti ... id=18&st=1), verkauft eine Tante von mir weiter. Hab inzwischen langsam aber kontinuierlich fast alles in Richtung bio, regional und fairtrade umgestellt, man sollte beachten, dass die verschiedenen Nährstoffe die Aufnahme gegenseitig positiv oder negativ beeinflussen können, also möglichst vorteilhaft kombinieren.
http://www.vegan.at/warumvegan/gesundheit.html
Aber ich schau auch nicht wirklich drauf und hab keine Probleme, nie wirklich krank oder fertig, was ich aber mach is dass ich halt so ziemlich alles selber koch und fast keine Fertigprodukte ess. Werd demnächst einen umfassenderen Bluttest machen und wenn gewünscht posten.
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Beitragvon Ece am 15. Februar 2009 11:50

Ich habe meine Ernährung nicht umgestellt, sondern einfach nur Fleisch und Fisch weggelassen. Mittlerweile achte ich aber etwas mehr auf eine ausgeglichenere Ernährung.

Was Eisen betrifft, ist das bei Frauen auch ohne Vegetarismus oft ein Problem. Während der Regel zB sinken die Eisenwerte ab, und auch bei Stress kann es Eisenmangel geben.

Ich hatte auch als Vegetarierin oft mehr Eisen als üblich im Blut, doch wenn ich grossen Stress hatte, waren die Eisenwerte im Keller. Ernährung allein ist hier nicht alles, es geht wohl um einen ganzheitlichen Lebenswandel. Zum Ausgleich habe ich nun Eisentabletten, die ich ab und an nehme.
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Beitragvon base am 16. Februar 2009 12:37

Also meine erste Woche vegan war nur ein Test ohne große Überlegungen / Recherchen wie ich meine Nährstoffe abdecken werde, aber als es mir nach der Woche ernst wurde habe ich mich sehr in die Thematik eingelesen, mir eine Nährstofftabelle ausgedruckt und mich damit befasst wo ich jetzt Eisen, Kalcium, Omega Fettsäuren etc. in ausreichender Menge und Qualität herbekomme.
Es ist auch jetzt (nach einem Dreivierteljahr) noch so dass ich häufig, also alle 1-2 Wochen mal nach einem gewissen Nährstoff schaue, meist über Google, Wikipedia oder spezielle Inhalte die Veganer recherchiert haben, um mein Wissen und meine Ernährungsvielfalt auf dem letzten Stand zu halten.

Meine restliche Ernährung musste ich nicht großartig umstellen, die war auch vorher schon abwechslungsreich und gesund, doch ich finde das vegan sein hat sie in ihrer Vielfalt noch bereichert. Z.B. Dinge wie Mohn, Sesam, Nüsse hab ich auch so schon ab und zu gegessen - ist ja klar - aber nicht so häufig und bewusst. Oder eben Dinge wie Kleie, Quinoa etc. Sowas kommt jetzt einfach häufiger auf meinem Speiseplan vor.
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Beitragvon Ece am 16. Februar 2009 12:43

Was Eisenmangel betrifft, hat peschü hier übrigens ein Thema eröffnet: viewtopic.php?f=32&t=1873

Ich habe mich jetzt nochmals in das Thema eingelesen, als Vegetarier braucht man keine zusätzlichen Nährstoffe, als Veganer bis auf Vitamin B12 auch nicht. Da ist ein Mangel aber auch nicht zwangsläufig normal, sondern ob ein Bedarf besteht, muss durch einen Bluttest abgecheckt werden. Das Ganze setzt natürlich eine halbwegs ausgewogene Ernährung voraus.

Sämtliche anderen Mangelerscheinungen können durch Stress, mangelhafte Aufnahme oder auch Krankheit entstehen, oder auch einfach bis zu einem gewissen Grad normal sein, wie eben Eisenmangel bei Frauen.
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Beitragvon pampu am 17. Februar 2009 13:18

ich hab mich zu beginn mit allen möglichen vorurteilen herumschlagen müssen, und mich aufgrund dessen etwas mit veg* ernährung beschäftigt. vor allem hat mir der kontakt zu anderen leuten geholfen, die auch vegetarisch leben. ich war halt, als ich vegetarierin wurde, erst so 13 oder 14 und hatte zu dem zeitpunkt noch üüberhaupt keine ahnung von ernährung.
umstellung war für mich gar nicht schwierig. was ich nie gemacht hab, ist, einfach nur fleisch weglassen und beilagen essen. ich hab vor allem durch den kontakt mit anderen veg* leuten, und weil ich zb. auf diesem veganen sommerfest in wien war (gibts dieses jahr auch wieder!) vooll viele produkte kennengelernt, die ich vorher nicht gekannt hab. dadurch hat sich meine ernährungsgewohnheit automatisch geändert.. ich hab gesehen, was es alles gibt, was die anderen so essen, gefragt, wo ma das herkriegt, immer neue ideen gefunden.
weil ich ja doch eher früh vegetarisch geworden bin, hab ich eigentlich auch nie wirklich mit fleisch und anderen tierlichen produkten gekocht. das is sicher auch ein großer unterschied - so hab ich gleich vegetarisch/vegan begonnen, und musste beim kochen nix umstellen.

hab mich sowieso immer geärgert, dass ichs nicht schaff, beim backen die eier so aufzuschlagen, dass nix daneben geht und keine schale in den teig fällt ;)


ein sehr gutes, wissenschaftliches buch zum thema pflanzliche ernährung und gesundheit gibt es übrigens von dr. stephen walsh, gesundheitsexperte der vegan society england - bis jetzt nur auf englisch erhältlich bei:
www.vegan.at/shop

auf deutsch gibts das buch "vegane ernährung" von dr. gill langley über den gesundheiltlichen aspekt, wobei dieses buch insgesamt ebenfalls auf dem neuesten stand ist, nur was b12 betrifft nicht ganz.

online infos kann ich empfehlen:
www.vegan.at/gesundheit

also, hm. sorry, dass ich so viel auf vegan.at verlinke. eigentlich is es überhaupt nicht mein ziel, da jetzt extra werbung zu machen oder so. aber die vegane gesellschaft legt halt sehr viel wert auf seriöse infos und will auch probleme und lösungen aufzeigen, statt einfach alles schönzureden - und auf der website gibts halt sehr viele infos, die meiner meinung nach sehr gut sind. soll sich jede_r sein/ihr eigenes bild machen ;)
gibt halt insgesamt nicht so viele seiten, die gute gesundheitsinfos zu dem thema haben.

aja, und suuper find ich die vegane schnupperwoche:
das ist eine broschüre mit rezepten und einkaufsliste für eine ganze woche. so als beispiel, wie eine woche vegane ernährung ausschauen kann. auch von einer ernährungswissenschaftlerin zusammengestellt, so dass es gesundheitlich optimal ist.
bestellbar kostenlos unter info@vegan.at

liebe grüße
sesam
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