Hormone im Mineralwasser

Forschung, Erkenntnisse und Technologie

Beitragvon Ece am 19. März 2009 14:16

Mineralwasser ist nach Angaben von Frankfurter Wissenschaftlern oft mit Umwelthormonen belastet. Bei 12 von 20 Mineralwassermarken sei eine hormonelle Wirkung nachgewiesen worden, sagte Martin Wagner vom Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Frankfurter Universität.

Leitungswasser, das die Forscher zum Vergleich heranzogen, habe geringere Belastungen aufgewiesen. Die bisher vorliegenden Ergebnisse bedeuteten nicht, dass von Mineralwasser eine Gesundheitsgefahr ausgehe, unterstrich Wagner. Sie zeigten lediglich, wie verbreitet Umwelthormone seien.

Mit den Versuchen sei auch nachgewiesen worden, dass zumindest ein Teil der Umwelthormone aus der Kunststoffverpackung stammt. «Wir haben Mineralwasser aus Glas- und Plastikflaschen verglichen und konnten zeigen, dass die östrogene Belastung in Wasser aus PET-Flaschen etwa doppelt so hoch ist wie in Wasser aus Glasflaschen», sagte Wagner. Ein Grund dafür könnte das Auslaugen von Zusatzstoffen wie zum Beispiel Weichmachern aus den PET-Flaschen sein.

Für das Projekt hatten die Forscher nicht nach einzelnen Substanzen gesucht, sondern die sogenannte Östrogenaktivität von Mineralwasser mit einem genetisch veränderten Hefestamm untersucht. «Enthält das Wasser Umwelthormone, die dem weiblichen Sexualhormon ähneln, können wir deren Bindung an den menschlichen Östrogenrezeptor messen und so Aussagen über die hormonelle Belastung des Mineralwassers treffen», sagte Wagner.

Hochgerechnet habe die Belastung im Schnitt bei 18 Nanogramm (Milliardstel Gramm) sogenannter Östradiol-Äquivalente pro Liter gelegen. Dies sei zwar ein sehr geringer Wert, aber Hormone seien bereis in sehr kleinen Dosen wirksam.

Welche Substanzen genau für die hormonelle Belastung verantwortlich sind, ist noch nicht geklärt. Das Frankfurter Team arbeitet derzeit an ihrer Identifizierung.

Quelle: lz-net.de


Dass die Umwelthormone oder auch Weichmacher so harmlos sind, glaube ich nicht, schliesslich sind Weichmacher im Spielzeug für Kleinkinder zum Beispiel verboten. Und dass auch minimale Dosen weiblicher Hormone ihre Wirkung erzielen, wissen die, die eine Micropille zur Verhütung einsetzen.

Zum Glück ist hier Leitungswasser eine gute und günstige Alternative, wobei Kunststoffverpackungen generell eher vermieden werden sollten, egal um welche Lebensmittel es sich handelt. Hier ist der Griff zu Glasverpackungen nicht nur gesünder, sondern auch umweltschonender.
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Beitragvon eigenvalue am 23. März 2009 16:31

Was bedeutet der Begriff "Umwelthormone", den habe ich noch nie gehört? Nach dem Artikel zu schließen, handelt es sich anscheinend um in der Umwelt vorhandene Stoffe, die hormonähnliche Wirkung haben.

Soweit ich es im Internet gefunden habe, liebt der Östrogengehalt der Mikropille übrigens im µg-Bereich, also noch um einen Faktor 1000 unter der Dosis, die man mit normalem Mineralwasserkonsum zu sich nehmen würde. Was natürlich andere schädliche Wirkungen nicht ausschließt.
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Beitragvon peschü am 23. März 2009 16:54

Offenbar sind das Stoffe (offenbar genannt Hormone), die an den gleichen Rezeptor binden. Mir stellt sich die Frage, ob überhaupt bekannt ist, welche Stoffe das sind, und ob die den Namen "Hormone" verdienen. Dann kommt gleich die Frage, was diese Stoffe wohl für Auswirkungen haben. Den Ausdruck Umwelthormone habe ich aber auch noch nie gehört.
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Beitragvon Ece am 28. April 2009 14:10

Dieser Spiegel-Artikel ist noch etwas deutlicher: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 63,00.html

Umwelthormone sind Chemikalien, die menschlichen Hormonen ähneln, zum Beispiel dem weiblichen Sexualhormon Östrogen.
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Beitragvon eaulive am 24. Januar 2010 05:10

Ja geschmacklich gleicht Plastikflaschen-Wasser auch nicht dem aus Glasflaschen.
Ich versuche auszuweichen auf Glasflaschen - die aber in vielen Geschäften gar nicht mehr zu kriegen sind!
Ausserdem bin ich ein politischer Wasserkäufer, Danone und co kommt mir nicht in die Gurgel.
Relativ aus der Nähe stammt noch Röhnsprudel, aber auch nur wenigen Orts in Glas zu kriegen...
St.Leonhards ist auf dauer echt teuer.
Leider ist das Marburger Leitungswasser nicht lecker, zu kalkhaltig und schmeckt mir einfach irgendwie nicht.
Gerne nehme ich "Zellwasser" zu mir, also Flüssigkeit in meiner natürlichen Nahrung.
Wie kann so lax umgegangen werden mit der Gesundheit der Bürger??

Vor ein paar Jahren bin ich so weit gegangen all meine Pflanzen ausschließlich in Tontöpfen aufzuziehen, keine Plastikgießkanne zu verwenden, etc, wo ich nur kann Plastik zu vermeiden, eben auch zu vermeiden, dass es weiter in Wechselwirkung mit meiner direkten Umwelt tritt.

VIelleicht mach ich mich lächerlich in meinem Extremismus, aber mir scheint es das bessere.
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Beitragvon ulrike am 25. Januar 2010 13:22

HALLO WassertrinkerInnen!
Wir trinken Leitungswasser, Preblauer-gibt's und Waldquelle wird in Glasflaschen (Billa) angeboten. 1 Kiste steht im Keller in Reserve - die wird bei einem Thermenbesuch in Burgenland, Oststeiermark etc. direkt bei diversen Quellen abgefüllt.
Dann machen wir manchmal Ausflüge speziell zu Quellen, wo einer (nämlich mein Mann - groß und stark!) eine Glasflasche im Rucksack leer bis zu einer heiligen Quelle trägt (Literatur: A&M Verlag Salzburg, Siegrid Hirsch und Wolf Ruzicka, Heilige Quellen in Österreich) dort abfüllt und dann wird dieses Wasser "rituell" zuhause getrunken.
Bisschen Spaß und Übertreibung muss auch sein!
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Beitragvon eaulive am 4. September 2010 02:21

hier noch mal zwei Links zu dem Thema, falls ihr sie noch nicht kennt:
http://genetik-evolution.suite101.de/ar ... chte_stare
http://www.meinebabyflasche.de/themes/t ... .php?id=13
eaulive
 
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